Förderung der Inklusion in der Region Hohenlohe durch den ASV Scheppach-Adolzfurt e.V.

Als erster Verein in der Historie der Gemeinde Bretzfeld und der einzige Sportverein im Hohenlohekreis, der Inklusionssport öffentlich anbietet, sehen wir uns in der Verantwortung, den Inklusionsgedanken nicht nur innerhalb unseres Vereins, sondern in der gesamten Region zu fördern. Unser Engagement umfasst eine Vielzahl von Maßnahmen und Initiativen, um Inklusion auf breiter Basis zu verankern und das Bewusstsein für die Bedeutung eines inklusiven Miteinanders zu schärfen.

1. Zusammenarbeit mit lokalen Behörden und Institutionen

Wir haben gezielt den Kontakt zu den Verantwortlichen des Hohenlohekreises, einschließlich Landrat, Bürgermeistern und anderen Entscheidungsträgern, gesucht, um unser Inklusionskonzept vorzustellen und Unterstützung zu gewinnen. Diese Zusammenarbeit ist entscheidend, um gemeinsame Projekte zu initiieren und Synergien zu nutzen. Dazu gehören regelmäßige Treffen und Abstimmungen mit der Kommunalen Beauftragten für die Belange von Menschen mit Behinderung im Hohenlohekreis sowie anderen relevanten Akteuren.

2. Netzwerkbildung und Kooperationen

Um Inklusion nachhaltig zu fördern, bauen wir ein umfassendes Netzwerk auf. Wir kooperieren mit Schulen, Therapieeinrichtungen, öffentlichen Institutionen und anderen Vereinen, um gemeinsam inklusive Angebote zu entwickeln und umzusetzen. Ein Beispiel dafür ist die enge Zusammenarbeit mit dem VfB Stuttgart und die Unterstützung durch Trainer Fritz Quien. Weitere Partner sind u.a. die Lebenswerkstatt, Offene Hilfen e.V. oder mensch-united e.V.

3. Sensibilisierung und Öffentlichkeitsarbeit

Durch gezielte Öffentlichkeitsarbeit möchten wir das Bewusstsein für Inklusion stärken und die Bevölkerung über die Bedeutung und Vorteile eines inklusiven Sportvereins informieren. Wir nutzen lokale Medien, unsere Vereinswebsite und Social-Media-Kanäle, um regelmäßig über unsere Aktivitäten zu berichten und positive Beispiele zu präsentieren. Geplante Veranstaltungen, wie inklusive Sporttage und Workshops, dienen dazu, Menschen direkt zu erreichen und Vorurteile abzubauen.

4. Ausbildung und Qualifikation

Ein Bestandteil unseres Konzepts ist die Weiterbildung von Trainern, Betreuern und Ehrenamtlichen im Bereich Inklusion. Wir besuchen Schulungen und Fortbildungen, um sicherzustellen, dass unser Team die notwendigen Kompetenzen und Sensibilität besitzt, um inklusiven Sport anzubieten. Dies umfasst auch die Zusammenarbeit mit Experten und spezialisierten Organisationen, um stets aktuelle und fundierte Inhalte vermitteln zu können.

5. Angebot vielfältiger inklusiver Aktivitäten

Neben unserem erfolgreichen Inklusionsfußballtraining planen wir die Einführung weiterer inklusiver Sportarten und Freizeitaktivitäten. Dazu gehören Tischtennis, Tanz, Fitness, Laufen, Theater und Musik. Diese vielfältigen Angebote sollen Menschen mit und ohne Beeinträchtigungen aller Altersgruppen ansprechen und ihnen die Möglichkeit bieten, sich sportlich und kulturell zu betätigen.

6. Aufklärungs- und Informationskampagnen

Wir setzen auf umfassende Aufklärung und Information, um Vorurteile und Missverständnisse abzubauen. Mit Informationskampagnen, Projektvorstellung und Fachvorträgen möchten wir die Bevölkerung für die Herausforderungen und Potenziale von Inklusion sensibilisieren. Dabei legen wir besonderen Wert darauf, Erfolgsgeschichten und positive Beispiele zu teilen, um die Vorteile eines inklusiven Miteinanders aufzuzeigen.

7. Vorbildfunktion und Multiplikatorwirkung

Als Vorreiter in der Region möchten wir andere Vereine und Institutionen inspirieren und motivieren, ebenfalls inklusive Angebote zu schaffen. Durch unser Engagement und die Sichtbarkeit unserer Erfolge hoffen wir, eine Multiplikatorwirkung zu erzielen und eine Bewegung hin zu mehr Inklusion im Sport und im gesellschaftlichen Leben anzustoßen. Wir teilen unsere Erfahrungen und Konzepte gerne mit anderen, um ihnen den Einstieg in die Inklusion zu erleichtern.

8. Beteiligung der Zielgruppen

Wir binden Menschen mit Beeinträchtigungen aktiv in die Entwicklung und Umsetzung unserer Angebote ein, um mittel- und langfristige Ziele festzulegen. Dies geschieht durch die Einrichtung einer Arbeitsgruppe, in der sowohl Vertreter unseres Vereins als auch Menschen aus den Zielgruppen und Entscheidungsträger aus den Behörden, wie z.B. die Inklusionsbeauftragte vom Hohenlohekreis, zusammenarbeiten. So stellen wir sicher, dass unsere Maßnahmen bedarfsorientiert sind und die tatsächlichen Bedürfnisse und Wünsche der Betroffenen berücksichtigen.

9. Langfristige Planung und Nachhaltigkeit

Unser Ziel ist es, Inklusion langfristig und nachhaltig in der Region zu verankern. Wir entwickeln mittel- und langfristige Ziele, um sicherzustellen, dass unsere inklusiven Angebote dauerhaft bestehen und kontinuierlich weiterentwickelt werden. Dies umfasst die Planung neuer Projekte und die ständige Evaluierung unserer bestehenden Maßnahmen, um deren Wirksamkeit zu überprüfen und zu optimieren.

10. Schaffung eines inklusiven Vereinsumfelds

Wir arbeiten kontinuierlich daran, ein inklusives Umfeld im gesamten Verein zu schaffen. Dies bedeutet, Barrieren abzubauen, sowohl physische als auch soziale und eine Kultur der Offenheit und Akzeptanz zu fördern. Jeder im Verein, von den Mitgliedern bis hin zu den Verantwortlichen, wird ermutigt, aktiv zur Inklusion beizutragen und ein inklusives Miteinander zu leben – unabhängig von Hintergrund, unterschiedlichen Fähigkeiten, Herkunft, Geschlecht, Alter, sexueller Orientierung, Religion oder mentaler bzw. körperlicher Beeinträchtigung.

Zusammenfassung

Unser Engagement für Inklusion im Sport und in der Region ist umfassend und tief verwurzelt in unserer Überzeugung, dass Vielfalt eine Stärke ist. Wir sind fest entschlossen, als Vorreiter für Inklusion zu dienen und hoffen, dass unser Beispiel andere Vereine und Institutionen inspiriert, sich ebenfalls für ein inklusives Miteinander einzusetzen. Mit Unterstützung der Gemeinden, Städte, Behörden, Schulen, Therapieeinrichtungen, Institutionen der Behindertenhilfe und allen Menschen wie Du und Ich, können wir dieses wichtige Projekt erfolgreich umsetzen und einen bedeutenden Beitrag zur Förderung der Inklusion leisten.
Die größten Barrieren findet man im Kopf der Nichtbehinderten. Das Schaffen von Begegnung ändert das. Gemeinschaft, Fußball oder Sport allgemein, schafft das zu dem spielerisch.

Alexander Borth
Inklusionsbeauftragter
ASV Scheppach-Adolzfurt e.V.
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